Trekking in Peru: Inka Trail – nach Machu Picchu wandern

Nach Machu Picchu in den peruanischen Anden wandern: eines der letzen Weltwunder ist über eine der besten Trekkingrouten Perus, und wenn nicht gar der Welt, zu erreichen. Ohne offiziellen Führer allerdings darf sich niemand alleine auf den Weg machen. Hier zeigen wir, was bei der Organisation der Reise zu beachten ist.


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Am Beginn des Inka Trails. Foto: pablosnr

Zur Orientierung:

machu picchu

Foto: fortherock

Der Inka Trail bewegt sich in Höhen von 2.500 bis 4.200 Metern an seinem höchstem Punkt und führt durch eine spektakuläre Landschaft die von schneebedeckten Andengipfeln umrahmt wird. Trekking auf dem Inka Trail erfordert eine gute Kondition, dennoch ist die Tour nicht zu schwer und für die meisten zu schaffen die einigermaßen fit sind.

Die Trockenzeit von Mai bis September ist die beste Reisezeit für dieses Trekkingerlebnis. Allerdings sind die Monate Juni bis August nachts recht kalt. März, April, Oktober und November sind wärmer und regenreich. Im Februar ist der Trail wegen Wartungsarbeiten geschlossen.

Nur etwa 200 Wanderer pro Tag dürfen sich auf den atemberaubenden Weg machen. Schon viele Monate im Voraus sind die Permits ausgebucht.

Was kann man erwarten?

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Foto: AJoStone

Machu Picchu ist nicht der einzige interessante Ort am Inka Trail. Entlang des Weges liegen die Ruinen der Inkaorte Sayaqmarka, Phuyupatamarca und Winaywayna die überraschend gut erhalten sind. Auf Zwischenstopps in den Ruinen erfährt der Reiseteilnehmer wenig bekannte Details zur Geschichte der Inkas die einst auf diesen Pfaden ihr ausgedehntes Reich unterhielten.

Es werden verschiedene Klimazonen durchwandert die kontrastreiche Landschaften zu bieten haben. Das Spektrum reicht von Bergregenwald bis zu schneeumgebenen Pässen auf großer Höhe.

Den Inka Trail buchen

Der Inka Trail ist eine der beliebtesten Trekkingtouren in Südamerika. Aufgrund des großen Andrangs wurde die tägliche Besucherzahl auf 200 Touristen und etwa 300 Führer bzw. Gepäckträger begrenzt. Sobald die Reisedaten feststehen sollte daher reserviert werden. Im Allgemeinen kann man 6 Monate im Voraus für die Buchung der Tour empfehlen.

Wanderer dürfen nicht auf eigene Faust den Inka Trail begehen, sondern müssen dies mit einem lizenzierten Reiseunternehmen tun. Bei der Buchung zu beachten :

  • wie kenntnisreich ist der Reiseführer
  • welche Sprachen außer Spanisch werden in der Gruppe gesprochen
  • übernehmen Träger den Gepäcktransport oder tragen die Reiseteilnehmer ihre eigenen Rucksäcke
  • welche Gruppengröße
  • welche Verpflegung

Auch wenn teuer nicht immer mit der Qualität gleichzusetzten ist, zeigt oft der Preis, daß manche Unternehmen an bestimmten Leistungen sparen. Das kann zum einen mangelhafte Ausrüstung der Träger bedeuten, oder aber eine sehr sparsame Verpflegung auf dem Trail.

Vorbereitungen auf den Inka Trail

Die Schwierigkeit der Trekkingroute ist moderat.

Auch wenn der Trail in Höhen von über 4000m führt, ist die Höhenkrankheit für fast alle Wanderer kein Problem wenn sie sich für ein paar Tage vorher in Cuzco aufhalten um sich zu akklimatisieren.

Auch wenn die Länge des Inka Trails nur 43 Km beträgt, können einige sehr anspruchsvolle Streckenabschnitte eine gute Kondition fordern. In den Wochen vor der Abreise macht daher leichtes Ausdauertraining Sinn um Kreislauf und Muskeln auf die Belastung vorzubereiten.

Ausrüstung

Alle Unternehmen die für Touren lizenziert sind, geben mehr oder weniger detailierte Packlisten nach Buchungsabschluss heraus. Wer für das Trekking in den heimischen Bergen gerüstet ist, wird keine Überraschung erleben.

Diese Ausrüstung ist für eine Tour nach Machu Picchu zu empfehlen:

  • Wasserdichte Kleidung, z.B. Softshelljacke
  • Leichte Trekkingschuhe für Wanderer mit Gepäckträgern, leichte Trekkingstiefel für Selberträger
  • Regenjacke
  • Schlafsack bis 0°C
  • mehrere Kleidungsschichten da die Temperatur je nach Höhenlage von warm bis kalt wechselt
  • warme Wechselkleidung für die kalten Nächte
  • Plastiktüten und Regenschutz für Kleidung und Rucksack
  • Insektenschutzmittel mit DEET
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • Kopfbedeckung
  • Zahnbürste, Zahnpasta etc.
  • kompakte Kamera mit Ersatzbatterien
  • Toilettenpapier
  • Sandalen oder Flip-Flops für den Abend
  • Taschenlampe
  • Wasserflasche
  • Trekkingstöcke
  • Badekleidung um in den heißen Quellen von Aguas Calientes am Ende des Inka Trails zu baden. Handtücher können vor Ort geliehen werden.
  • Einige leichtgewichtige Snacks sowie
  • Bargeld, um unterwegs in den kleinen Dörfer Essen zu erwerben. Träger und Führer freuen sich ebenfalls über ein Trinkgeld.

Fehlende Ausrüstung kann vor Ort in Cuzco in vielen Läden unproblematisch gemietet werden.

Machu Picchu am Ende des Inka Trails. Foto: LoggaWiggler / Pixabay

Inka Trail – Alternativen

Wenn der Inka Trail nicht früh genug gebucht wurde um rechtzeitig einen Platz zu reservieren, kann man auf alternative Trekkingrouten zurückgreifen die ein ähnliches Erlebnis bieten.

Zu empfehlen sind der Salkantay Trek, Lares Trek und Ancascocha Trek. Alle diese Touren enden mit einem Besuch von Machu Picchu. Vor Ort in Cuzco ist das Angebot groß genug und preisgünstig. So finden auch Kurzentschlossene ihre Tour auf alten Inkapfaden.

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