Wandern im Harz – Die Besteigung des Brocken

Zu einem Wanderurlaub im Harz gehört eine Besteigung des höchsten Berges auf jeden Fall dazu. Der Brocken ist 1141 Meter hoch und das gesamte Gebiet rund herum wurde 1990 zum Nationalpark erklärt. Natürlich gibt es auch eine Bahn, die zum Gipfel hinaufführt, abenteuerlustiger ist aber der Aufstieg zu Fuß.


Brocken im Harz, Höhenangabe © iStock.com/mitifo

Brocken im Harz, Höhenangabe © iStock.com/mitifo

Unterkunft

Wanderanfänger starten ihre Tour am besten in Torfhaus. Dort führt der Goethe-Weg zum Gipfel des Brockens. Gut Trainierte schaffen aber auch eine Tagestour ab Ilsenburg oder Bad Harzburg und können sich zwischen dem Heinrich-Heine-Weg und dem Teufelsstieg entscheiden.

In allen Orten rund um den Nationalpark Harz gibt es genügend Übernachtungsmöglichkeiten, man sollte aber früh buchen, da der Harz ein beliebtes Urlaubsgebiet ist.

Goethe-Weg ab Torfhaus

Den Weg zum Brocken ab dem Städtchen Torfhaus schlug einst Johann Wolfgang von Goethe ein. Deshalb ist der 8 Kilometer lange Weg auch nach dem deutschen Dichter benannt. Er folgt dem Abbegraben, den Goethe allerdings noch nicht kannte, da er erst 1827 erbaut wurde. Über einen Holzsteg wird man durch das Große Torfhausmoor geleitet, das unter strengem Naturschutz steht. Nach der Überquerung der ehemaligen innerdeutschen Grenze verläuft der Weg entlang der Brockenbahn, bis der Wald sich lichtet und Heideflächen sichtbar werden. Das letzte Stück wird auf der Brockenstraße zurückgelegt.

Hoch oben auf dem Brocken hat man bei gutem Wetter eine Rundsicht über den gesamten Harz. Außerdem locken auf dem Gipfel unter anderem diverse Restaurants zur Stärkung, ein Panoramaweg rund um die Bergspitze und ein Museum.

Heinrich-Heine-Weg ab Ilsenburg

Etwas geübtere Wanderer marschieren in Ilsenburg los und folgen den 11 Kilometer langen Spuren Heinrich Heines entlang des Gebirgsbachs Ilse. Durch das tiefe Ilsetal geht es vorbei am Ilsestein, durch Buchenwälder und entlang schroffen Felsformationen, zu den Ilsefällen. Das Heine-Denkmal soll an den Aufstieg des Dichters 1824 erinnern. An der Hermanns- und Bismarckklippe und dem Kleinen Brocken vorbei gelangt man steil nach oben zur Brockenkuppe. Auf diesem Stück bietet sich eine herrliche Aussicht auf die Eckertalsperre und den nördlichen Harzrand.

Teufelsstieg ab Bad Harzburg

Wie der Name schon vermuten lässt, ist der 13,1 Kilometer lange Teufelsstieg der schwerste Aufstieg zum Brocken. Die Wanderung führt durch den Märchenwald und den Hochseilpark, bis man zum Molkenhaus gelangt. Nach einem kurzen Abstieg ins Eckertal läuft man entlang dem ehemaligen Grenzbach Ecker durch ein geschütztes Schluchtwald-Biotop. Ab der Rangerstation Scharfenstein kann man auf dem Kolonnenweg, auf dem früher die Grenz-Militärfahrzeuge der DDR fuhren, den Gipfel des Brocken erklimmen.

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