San Pedro de Atacama: Alle Infos für Touren und Ausflüge in die Atacamawüste

Der kleine Ort San Pedro de Atacama ist die ideale Basis für Wüstentouren, Ausflüge in die Umgebung, und den Trip nach Uyuni in Bolivien. Hier findest du alle Infos für deine nächste Reise.


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Auf einer Höhe von 245om gelegen, ist aus dem einst verschlafenen Wüstendorf San Pedro ein rummeliges Touristenzentrum geworden. Kein Wunder, die einzigartige Wüstenlandschaft der Umgebung ist eine einmalige Erfahrung. Das extreme Klima und die Lage weit ab von jeder Zivilisation machen ein sorgfältige Reiseplanung notwendig – mit unserem Guide bis du richtig vorbereitet!

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Geld & Verpflegung

Durch die abgeschiedene Lage hunderte Kilometer von der nächsten Stadt Calama entfernt, liegen die Preise über dem allgemeinen chilenischen Preisniveau. Zudem ist San Pedro de Atacama ein Ort der fast ausschließlich vom Tourismus lebt, Sonderangebote findet man hier eher nicht.

Wer nach San Pedro reisen möchte sollte daher bis auf Lebensmittel alle wichtigen Dinge wie Trekkingausrüstung, Kleidung oder Elektronik mitbringen.

Lebensmittel sind in kleinen Supermärkten erhältlich, Ausgefallenes allerdings muß aus Santiago, Antofagasta oder Calama mitgebracht werden.

Medikamente können in kleinen Apotheken erworben werden.

Es gibt nur ein paar Geldautomaten in San Pedro de Atacama die evtl. nicht mit der eigenen Plastikkarte kompatibel sind. Wer auf Nummer sicher gehen möchte bringt den Großteil des Bargeldbedarfs von außerhalb mit. Bei einigen Geschäften kann auch mit Kreditkarten bezahlt werden.

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Dollar und Euro können in einigen Reisebüros auf der Hauptstrasse in die lokale Währung chilenische Peso getauscht werden, bessere Wechselkurse sind aber in den Städten zu finden.

Reisende nach Bolivien oder Argentinien können sich in San Pedro mit etwas Kleingeld für den ersten Tag im neuen Land eindecken. Die entsprechenden Wechselkurse findest du hier.

Hotels, Hostels und Campingplätze in San Pedro

Ein Schlafplatz in San Pedro de Atacama ist nicht billig. Hotels verlangen hohe Preise ab etwa 100 Euro pro Nacht. Hostels liegen bei rund 20 Euro für ein Bett im Schlafsaal, ein Zeltplatz auf einem der Campingplätze kostet ab 30 Euro pro Tag pro Gruppe. Vor allem in der Hochsaison von Dezember bis Februar sollte im Voraus reserviert werden.

Touren in die Atacamawüste

Es gibt keinen Mangel an Touren und Ausflügen in San Pedro de Atacama. Dutzende Reisebüros säumen die Hauptstrasse des Dorfes. Ihren Angeboten kann man nur schwer ausweichen.

Eine vorherige Reservierung ist nicht unbedingt erforderlich.

Transport für Touren auf eigene Faust rund um San Pedro lässt sich direkt vor Ort bei diesen Reiseanbietern aushandeln.

Touren rund um San Pedro de Atacama

Die beliebtesten Touren die in San Pedro de Atacama starten sind:

Valle de la luna – das Mondtal

Das Montal ist ein weltweit einmaliges Naturreservat 20 Km ausserhalb des Dorfes. Die einzigartige Mondlandschaft machen diesen Ort zur Top – Sehenswürdigkeit die täglich von hunderten Touristen besucht wird. Die Tour ist günstig und auf jeden Fall empfehlenswert.

Geysir el Tatio

Der Geysir von el Tatio liegt auf über 4300m Höhe. Ein Ausflug dorthin startet in San Pedro in den frühen Morgenstunden. Die Fahrt über holprige Schotterpisten zieht sich über viele Stunden, aber sie ist es wert! Nach diesem Nuturschauspiel vulkanischen Ursprungs können Besucher in der Nähe in den heißen Quellen von Puritama entspannen.

Laguna Cejar

Schwimmen wie im Toten Meer – das geht auch in Chile! Die Laguna Cejar liegt nur 25 Km von San Pedro entfernt und ist ein schöner Tagesausflug. Durch den hohen Salzgehalt des Wassers schwebt man an der Wasseroberfläche. der türkisblauen Lagune.

Lagunen und Salzpfannen

salar de atacama

Recuerdos del Salar de Atacama / Memories from Salar de Atacama by Miguel Vera

Einmalige Landschaftsformationen wie der Salar de Atacama und Lagunen voller Flamingos umgeben von Vulkanen sollte sich niemand entgehen lassen.

Tour von San Pedro de Atacama nach Uyuni, Bolivien

San Pedro ist für viele Reisende nach Bolivien der letzte Stop. Von hier bringen vollbesetzte Landcruiser abenteuerlustige Reisende über die Grenze und durch das menschenleere Hochland (Altiplano) Boliviens bis nach Uyuni. Die Fahrt dauert je nach Route 3 bis 5 Tage. Nachts findet man Unterkunft in einfachen Herbergen ohne Luxus, oder im Zelt. Die Fahrt führt auf Schotterpisten bis auf über 5000m. Einmalige Lagunen, Berglandschaft und Hochwüste werden sich für immer ins Gedächtnis einbrennen.

Gesundheit

Wer sich nach San Pedro de Atacama begibt, muß mit der Höhe, extrem trockener Luft, Hitze und UV-Strahlung zurecht kommen. Diese Tipps helfen, unterwegs fit zu bleiben:

  • Viel Wasser trinken hält den Körper unter diesen Extrembedingungen hydriert
  • Eine Körpercreme mit hohem Fettanteil hält die Haut auch bei Lufttrockenheit geschmeidig
  • Eine gute Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist ein unersetzlicher Ausrüstungsgegenstand
  • Ein Lippenpflegestift und Sonnenschutzmittel verhindern trockene und spröde Lippen
  • Bei Augenproblemen können feuchtigkeitsspendende Augentropfen eine große Hilfe sein

Soroche, die Höhenkrankheit

Die Höhenkrankheit entsteht durch den Mangel an Sauerstoff auf Höhen über 2000 Meter. Viele Ausflüge um San Pedro führen in Höhen von 4000 – 5000m. Eine Vorbereitung ist für empfindliche Menschen sehr zu empfehlen.

Die Symptome sind Atemnot, Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen und Nasenbluten.

Eine langsame Akklimatisierung ist das beste Mittel gegen Soroche. Wer direkt von anderen chilenischen Städten anreist sollte die ersten 1 – 2 Tage langsam angehen. Ausflüge zum Montal oder zur Laguna Cejar sollten kein Problem sein. Erst dann sollte man Trips zu höher liegenden Zielen wie El Tatio und Uyuni in Angriff nehmen.

Außerdem: Viel trinken ist eine gute Vorbeugung.

Leichte Kopfschmerzen können mit entsprechenden Schmerzmitteln behandelt werden.

Kleidung

Trotz der Hitze sollte die Haut mit so viel Stoff wie möglich geschützt werden. Langarmshirts sind ideal.

In der Nacht sinken die Temperaturen bis auf -10 ° C, eine Fleece- oder Softshelljacke und isolierende Hose sind dann Lebensretter.

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