Futaleufú, Chile: Geheimtipp für Natur und Rafting in Patagonien

Kristalklares, türkisgrünes Wasser, unberührte Natur umgeben von wilden Andenbergen: Futaleufú im chilenischen Teil Patagoniens ist ein wenig bekannter Hotspot für Rafting, Kayak und Trekking. 

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Rafting auf dem Rio Futaleufú. Photo: Northwest Rafting Company

Futaleufú

Nur acht Kilometer westlich der argentinischen Grenze, am Zusammenfluss des Río Espolón und Río Futaleufú, liegt das gleichnamige Dorf mit etwa 2000 Einwohnern. Der nächste, größere Ort, Chaitén, ist 155 Kilometer entfernt über die Carretera Austral erreichbar. Das Dorf selbst ist kein Weltwunder. Einfache Holzhäuser säumen die rechteckig angelegten Straßen. Im Zentrum bietet die gepflegte Plaza de Armas einen Platz zum Verweilen.

Immer mehr Freizeitsportler aus aller Welt zieht es nach Futaleufú. Warum? Das abgelegene Dorf liegt umgeben von bewaldeten Bergen am Rio Futaleufú. Die spektakuläre Schönheit der von Schluchten durchzogenen Natur, Wasserfälle, die Sauberkeit und Isolation, haben ihren ganz besonderen Reiz.

Reiten, Canyoning, Kajaksport, Wandern, Mountainbiking, Klettern und Rafting in wilder Natur ist auch im Süden Chiles ein Touristemagnet. Einige dutzend in- und ausländische Tourenanbieter sind vor Ort vertreten und bereiten abenteuerlustigen Reisenden einen adrenalinreichen Aufenthalt.

 

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Patagonien Foto: Van Pelt

Rafting

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Foto: ezola

Rafting ist die Hauptattraktion hier.  Mehrere Reiseveranstalter bieten Raftingtrips in den Sommermonaten von Oktober bis April an. Der Rio Futaleufú gilt als einer der anspruchvollsten, und schönsten, Raftingflüsse der Welt. 50 Kilometer Fluß wollen erkundet werden.

Teile des „Fu“ sind für Raftinganfänger geeignet (Klasse III). Experten werden sich auf mit  Klasse V klassifizierten Strecken nicht langweilen.

Organisierte Raftingtouren kosten durchschnittlich 100 Euro pro Person und beinhalten einen halben Tag auf Wildwasser Klasse III – IV, Mittagessen und Transfer vom Dorf. Eine Reservierung online bei einem der Reiseveranstalter ist in der Hochsaison sehr zu empfehlen.

Im Sommer ist die Wassertemperatur erträglich, Neoprenanzüge braucht es nur an kühlen Tagen.

Die beste Reisezeit ist Januar und Februar.

Kurzentschlossene die sich für Rafting und anderen Aktivitäten interessieren, finden mit etwas Glück in den örtlichen Büros der Touranbieter freie Plätze für einen unvergesslichen Trip durch die Stromschnellen.

Anreise

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Foto: danielpgauer

Die Anreise ist aufgrund der Abgeschiedenheit nicht einfach.

Busverbindungen von und nach Futaleufú gehen entweder über Argentinien oder über die Carretera Austral auf der chilenischen Seite.

Es gibt keinen Busbahnhof im Ort. Die Busunternehmen halten an der Durchgangsstraße, oder können Gruppen auch an der Unterkunft abholen.

Busse der Firma Transaustral verkehren zwischen Futaleufú und Puerto Montt (11 Stunden) über Argentinien.

Transportes Cárdenas fährt täglich außer Donnerstag bis Chaitén. Reisende können hier auch eine Verbindung nach Süden mit Umsteigen in Villa Santa Lucía buchen.

Buses Becker hat eine Verbindung direkt mit Coyhaique (10,5 Stunden).

Feryval und Turismo Futaleufú fahren mehrmals wöchentlich nach Esquel, Argentinien.

Ansonsten kann man ein Taxi für kürzere Strecken vor Ort organisieren.

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Foto: danielpgauer

Karte

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