Gefährlichste Strasse der Welt – Boliviens Todesstrasse La Paz – Yungas

Die gefährlichste Straße der Welt – die „Death Road“, der Camino de la muerte oder schlicht Todesstrasse genannt – führt von Boliviens La Paz hinunter in die Yungas.  Die 70 km lange Straße zwischen La Paz und Coroico überwindet unglaubliche 3600 Höhenmeter mit unzähligen Haarnadelkurven und engen Passagen, immer ganz dicht am Abgrund ohne Leitplanken.

Die gefährlichste Straße der Welt ist kein Touristengag sondern verdient ihren Namen tagtäglich mit neuen Opfern. Das Verhältnis von Toten pro Kilometer Wegstrecke ist nirgends sonst so hoch wie hier. Im Schnitt verunglücken 30 Fahrzeuge jedes Jahr und mehr als 200 Menschen sterben dabei.

Wer ist auf der Todesstrasse unterwegs? Betrunke bolivianische Lastwagenfahrer, Busse, Autos und Fahrräder – keiner ist vor dem Tod auf der Strecke sicher.

la paz

Michael Fernando Jauregui Schiffelmann

Boliviens Todesstrasse – El camino de la muerte von La Paz in die Yungas

El Camino de las Yungas ist eine 70 Km lange Straße von La Paz nach Coroico in den Yungas. 1995 wurde er von der Inter-American Development Bank zur weltweit gefährlichsten Straße ernannt. Schätzungen gehen von bis zu 300 Reisenden jährlich aus die auf der Todesstrasse sterben. Kein Wunder dass die Death Road von Kreuzen gesäumt ist wie der New York Marathon von Schaulustigen.

Die Straße wurde in den 30er Jahren gebaut und verbindet das Amazonasgebiet im nördlichen Bolivien, die  Yungas, mit Boliviens Hauptstadt La Paz.

Von La Paz kommend steigt die Straße zuerst auf rund 4650 Meter am „La Cumbre Pass“ an. Dort ist es der Höhe entsprechend kühl, Altiplano. Von da an geht es nur noch nach unten. Das Ende der Todesstrasse liegt auf nur 1200m – Coroico im warmen Regenwald.

Coroico Jenny Mealing

Der camino de la muerte ist über weite Strecken nur einspurig ausgebaut. Leitplanken? Fester Straßenbelag? – hier nicht. Der steil abfallende Abgrund von mindestens 700m direkt im Anschluss an die „Fahrbahn“ stellt sicher dass man sich nicht mit solchen unwichtigen Fragen beschäftigen kann. Regen, Nebel und Staub sind Teil der Death Road. Die Fahrbahn ist schlammig und Erdrutsche nicht selten.

Es gibt nur eine Verkehrsregel: der Fahrer der von oben kommt hat nie die Vorfahrt und muss am äußeren Rand der Straße fahren. Schnelles Downhill ist wenn überhaupt nur mit dem Mountainbike möglich, mit größeren Fahrzeugen muß präzise und langsam manövriert werden wenn man dem Tod entgehen möchte.

Mit dem Mountainbike über die Death Road

Die Gefahr der Straße hat ein beliebtes Touristenziel aus der Todesstrasse gemacht. Fast 70 Km Downhill mit dem Mountainbike sind spektakulär.

Lokale Reiseveranstalter in La Paz bieten geführte Touren über die Death Road an. Dennoch bleibt die Yungas Straße gefährlich. Mindestens 25 Radfahrer starben hier in den letzen Jahren.

Der camino de la muerte wurde bis 2006 modernisiert. Die stellenweise Erweiterung der Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen konnte einige Gefahrenpunkte entschärfen. Ein neuer Streckenverlauf umfasst neue Brücken und Tunnel, Leitplanken und asphaltierte Fahrbahn. Die alte Yungas Strasse ist weiterhin geöffnet und bietet Adrenalinjunkies genau das was sie brauchen.

Die Todesstrasse von Bolivien, eine Strasse die man nie wieder vergessen kann.

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